Lösungen
Horizontalsperre mit Niederdruckinjektion
Wie gelangt Feuchtigkeit ins Mauerwerk – und wann entsteht sie an der Oberfläche?
Diese Beispiele erklären ausgewählte Feuchtewege. Auch Regenwasser und Leitungsdefekte können eine Rolle spielen. Eine Zeichnung ersetzt keine Untersuchung.
Die Verteilung von 90 zu 10 ist eine vereinfachte Darstellung der Wasserbelastung bei aufsteigender Feuchtigkeit – keine Messung, die für jedes Gebäude gilt. Wie viel Wasser tatsächlich von unten und wie viel von der Seite kommt, wird am konkreten Gebäude geprüft.
Schematische Darstellung, nicht maßstäblich. Die passende Maßnahme hängt vom Befund am Gebäude ab.
Mauerwerk hat feine Poren. Wie in einem Docht kann Wasser darin von unten nach oben wandern – man spricht von kapillar aufsteigender Feuchtigkeit. Rund 90 % der Wasserbelastung kommt dabei von unten, nur etwa 10 % von der Seite. Die Belastung von unten ist das Hauptproblem.
Das Prinzip in Kürze
Mauerwerk ist von feinen Poren durchzogen. Wie in einem Docht kann Wasser darin aufsteigen. Bei der Niederdruckinjektion wird ein geeigneter Injektionsstoff kontrolliert über Bohrlöcher und Packer in die Wand eingebracht. Material und Wirkprinzip sind systemabhängig.
Welche Voraussetzungen gelten?
Grundlage sind eine Untersuchung und eine geeignete Planung. Baustoff, Wandaufbau, Hohlräume, Durchfeuchtungsgrad und vorhandene Abdichtungen beeinflussen, ob und wie ein Verfahren geeignet ist. Hohlräumiges Mauerwerk kann eine Vorbehandlung erfordern.
Konkrete Einsatzgrenzen beschreibt jeder Hersteller für sein System. Sie lassen sich nicht auf andere Produkte übertragen.
Was eine Horizontalsperre nicht leistet
Sie ersetzt nicht automatisch die Abdichtung gegen seitlich eindringendes Wasser, eine Fugenabdichtung oder die Beseitigung von Kondensation.
Bereits vorhandene Feuchte verschwindet nicht sofort. Begleitmaßnahmen und die Behandlung salzbelasteter Oberflächen werden objektbezogen geplant. Feste Trocknungszeiten lassen sich seriös nicht versprechen.
Häufige Fragen
Ist jede feuchte Wand ein Fall für Injektion?
Nein. Ursache, Wandaufbau und Systemeignung müssen zuerst untersucht werden.
Wird die Wand sofort trocken?
Nein. Vorhandene Feuchte bleibt zunächst bestehen. Begleitmaßnahmen und Austrocknung werden objektbezogen bewertet.
Quellen zur fachlichen Orientierung
- WTA Merkblatt 4-10 (03.2024), Kurzfassung (öffnet in neuem Fenster) – Injektionsverfahren gegen kapillaren Feuchtetransport
- Remmers Kiesol – Herstellerinformation (öffnet in neuem Fenster) – Beispiel eines Systems; belegt nur dieses Produkt
Herstellerinformationen beschreiben das jeweilige System. Sie belegen keine allgemeine Eignung und keine Partnerschaft.
Mauerwerkscheck vor Ort
Schildern Sie kurz, was Sie beobachten. Wir klären dann gemeinsam, ob und in welchem Umfang ein Mauerwerkscheck sinnvoll ist.
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